Im Psycho-Krieg schlägt Biden Putin mit den eigenen Waffen

Die US-Geheimdienste haben aus der Annexion der Krim gelernt und führen Russlands Militärstrategen vor. Für den Kreml-Chef sind die Optionen schlecht.

Ben Wallace fühlt sich in der Ukraine-Krise an 1938 erinnert. Ein „Hauch von München“ liege in der Luft, warnte der britische Verteidigungsminister in Anspielung auf die Appeasement-Politik Neville Chamberlains, die im Münchner Abkommen und im Zweiten Weltkrieg gemündet war. Wallace sagte seinen Urlaub ab, die Russen stornierten die Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende. Es fügt sich ins Bild des Abzugs des diplomatischen Personals aus Kiew durch die Nato-Staaten und des Aufrufs an Ausländer, die Ukraine binnen 48 Stunden zu verlassen.

An Weckrufen und Kriegswarnungen fehlt es in diesen Tagen der hektischen Krisendiplomatie zwischen Kiew und Moskau, zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml und zwischen Washington und den westlichen Alliierten nicht. In Washingtons Geheimdienstkreisen kursierte zuletzt der Mittwoch als möglicher Kriegsbeginn. Erstmals seit den Balkan-Kriegen steht Europa am Rande eines großen Kriegs, selten seit Ende des Kalten Kriegs hat der Kontinent eine derartige Truppenkonzentration gesehen wie den Aufmarsch an der ukrainischen Grenze. Am prägnantesten brachte es US-Präsident Joe Biden auf den Punkt: „Wenn Russen und Amerikaner aufeinander schießen, würde das einen Weltkrieg bedeuten.“

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